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GeschichteÜber das Zentrum
Name: Forschungs- und Entwicklungszentrum der Holzplattenindustrie in Czarna Woda/td>
Adresse: 83-262 Czarna Woda, Adam Mickiewicz Straße 10a
Telefon: +48 (58) 587 82 16
Fax: +48 (58) 587 87 16
e-mail: obrppd@obrppd.com.pl
NIP: 592 020 33 36
Regon: 000123234
Bankkonto: Bank Millenium S.A. nr 51 1160 2202 0000 0000 6195 3495
Die Geschichte des Forschungs- und Entwicklungszentrums der Holzplattenindustrie in Czarna Woda ist mit der Holzplattenindustrie eng verbunden und geht auf die ersten Nachkriegsjahre zurück.
Zu dieser Zeit machte sich in Polen ein großes Holzdefizit bei gleichzeitigem besonders großen Holzbedarf anlässlich Wiederaufbaus des Landes bemerkbar. Holzindustrie, die im Rahmen von den staatlichen Strukturen zu damaliger Zeit wirkte, suchte nach angemessenen Lösungen zur Besserung der Lage. Einer der Industriezweige, die zu einer besseren Deckung des Bedarfs an den Holzstoffen beitragen konnten, war die Holzfaserplattenindustrie. Die in Polen vor dem Kriege nicht bekannte Produktion von den Holzfaserplatten beruht auf der Verarbeitung von minderwertigen Abfallholzsortimenten. Die auf diese Weise erhaltenen Produkte wie Holzfaserhartplatten und Holzfaserdämmplatten waren zu dieser Zeit moderne und hoch geschätzte Erzeugnisse, die das Massivholz, Schnittholz, Sperrholz u.Ä. ersetzten sowie in der Möbelindustrie, im Bauwesen, zur Herstellung von Verpackungen sowie auf vielen anderen Gebieten eine breite Anwendung fanden.
Diese Industrie entstand und entwickelte sich in Polen recht schnell. Die Errichtung von drei ersten Produktionsbetrieben für die Holzfaserplatten stützte sich auf Einkäufe von Maschinen und Technologien bei der schwedischen Firma Defibrator, damaligem Weltführer auf diesem Gebiet. Anfang der 50. Jahre wurden drei neu errichtete Produktionsbetriebe für Holzfaserhartplatten und Holzfaserdämmplatten in Czarna Woda (1951), Koniecpol (1953) und Ruciane-Nida (1955) kurz nacheinander in Betrieb genommen. Bald danach begann die Maschinenindustrie mit Arbeiten an der Produktion von polnischen Maschinen für die Herstellung von den Holzfaserplatten als Grundlage für die Weiterentwicklung dieses Industriezweiges sowie den Export von kompletten Produktionsstraßen. Bei der schnellen Entwicklung der Produktion von Holzfaserplatten entstanden in Verbindung mit einem Defizit an entsprechend geschulten Fachkräften sowie einer erforderlichen Anpassung der Technologie an die neuen Maschinen, Holzrohstoffe und örtliche Bedingungen zahlreiche technische und technologische Schwierigkeiten. So entstand Bedarf an einer wissenschaftlichen und Forschungsbasis, die sich den Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für Bedürfnisse der Branche widmen würde.
Zu diesem Zwecke, zuerst ausschließlich für Bedarf der Holzfaserplatten-Industrie, wurde 1957 am Betrieb für Holzfaserplatten-Produktion in Czarna Woda das Branchenlabor für Holzfaserplatten (Laboratorium Branżowe Płyt Pilśniowych - LBPP) mit Ing. Stanisław Osika als Leiter berufen. Das Labor leistete nicht nur direkte Hilfe an Produktionsbetriebe, sondern nahm darüber hinaus eine Reihe von Arbeiten zur Weiterentwicklung dieses Industriezweiges auf, wie unter anderem Forschung zur Aufnahme in die Verarbeitung von neuen, minderwertigen Holzsortimenten aus Forst und Industrie sowie die Sortimentsentwicklung und Qualitätssteigerung von Erzeugnissen. Das von Ing. Stanisław Osika geplante, neue und moderne Gebäude für das LBPP wurde 1958-1960 errichtet. Das neue Labor hat Bedingungen für die Erweiterung der Tätigkeit geschaffen, während das Arbeitsprogramm des LBPP und dessen Organisation für sonstige, in den nächsten Jahren entstehende Branchenlabore der übrigen Holzplatten-Industriezweige zum Vorbild wurden.
1973 wurden in der gesamten Holzplattenindustrie effizientere Forschungs- und Entwicklungszentren geschaffen. Das LBPP wurde einer für die gesamte Holzplattenindustrie gemeinsamen Leitung unterstellt. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Forschungs- und Entwicklungszentrum der Holzplattenindustrie (Ośrodek Badawczo Rozwojowy Przemysłu Płyt Drewnopochodnych - OBRPPD) mit Sitz in Czarna Woda und Ing. Stanisław Osika als Direktor berufen. Das Sachgebiet des Zentrums wurde so gestaltet, dass dieses nicht nur mit seiner laufenden Hilfeleistung der Industrie zur Verfügung steht, sondern darüber hinaus hinsichtlich der Technologien, Einleitung von neuen Rohstoffen und Fragen betreffend Umweltschutz dem voraussichtlichen Bedarf vorangeht. Des Weiteren beobachtete das Forschungs- und Entwicklungszentrum der Holzplattenindustrie in Czarna Woda die Entwicklungstrends in der Produktion von sämtlichen Holzplattenarten weltweit und prognostizierte in Anlehnung darauf den Landesbedarf an diesen Erzeugnissen für einige bis gut ein Dutzend Jahre im Voraus. Dadurch trug es zum Treffen von den für die Weiterentwicklung der Branche erforderlichen Entscheidungen über Neuinvestitionen bei. Das seit 1960 redagierte Info-Bulletin, Übersetzungen der fremdsprachigen Literatur sowie sonstige Veröffentlichungen des OBRPPD haben für die Ausbildung in Polen von Fachkräften sowie Verbreitung eines allgemeinen Wissens zu Fragen der Holzplattenindustrie und -anwendung eine bedeutende Rolle gespielt. Zum Nachfolger des ersten Direktors des Zentrums wurde 1986 Doc. Dr. Piotr Ferens. Bald danach kam es zu grundlegenden Eigentums- und Strukturänderungen in der gesamten polnischen Industrie, darunter auch in der Holzplattenindustrie. Im Zuge der Anpassung an die neue Lage änderten sich die Struktur, der Beschäftigungsumfang sowie das Sachgebiet des Zentrums. Eine Beschränkung der Möglichkeiten für die Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten durch die Industrie hat zum Beschäftigungsrückgang in sämtlichen Bereichen des Zentrums, zur Abschaffung von Laboren mit Standort außerhalb von Czarna Woda sowie zur Übernahme durch den Standort in Czarna Woda von Aufgaben geführt, für die andere Branchenlabore bislang zuständig waren.
Gegen Ende 1998 ist Direktor des Zentrums, Doc. Dr. Piotr Ferens, wegen einer langwierigen und schweren Krankheit in den Ruhestand gegangen. Der Prozess der Anpassung des OBRPPD an die neue Lage wurde von seinem Nachfolger, Direktor Mag. Ing. Maria Antoni Hikiert fortgesetzt. Es erfolgten neue gesetzliche Regelungen für die Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen sowie Änderungen der Eigentumsverhältnisse in der polnischen Holzplattenindustrie. Geändert haben sich und ändern sich weiterhin die Bedürfnisse von Produktionsbetrieben wie auch Erwartungen der Industrie an die Forschungs- und Entwicklungsbasis. Das Zentrum ist bestrebt, diesem Bedarf entgegenzukommen, sucht nach neuen Richtungen für seine Aktivitäten sowie gibt sich Mühe, die Zusammenarbeit mit der Industrie und sonstigen Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen nach den zur Zeit einzuführenden, neuen Formen der Finanzierung der Wissenschaft anzuknüpfen, die sich aus der Anpassung des in Polen geltenden Systems der Finanzierung von diesen Arbeiten an die Vorschriften der Europäischen Union ergeben.
1992 wurde auf die Initiative von Vorständen einiger Fabriken wie auch des Direktors des Zentrums die Vereinigung der Holzplattenhersteller in Polen gegründet. Das Sekretariat der Vereinigung wurde dem Zentrum, einer bewährten wissenschaftlichen Einrichtung der Branche anvertraut. Dank dieser Aufgabe bleibt das Zentrum mit der Industrie ständig im Kontakt und kann auf allerlei Probleme schnell reagieren. Zweimal im Jahr werden durch das Zentrum Schulungen für Ingenieure und technische Fachkräfte, gemäß dem durch die Industrie angemeldeten thematischen Bedarf durchgeführt. Diese erfreuen sich eines regen Interesses ebenfalls vonseiten anderer Holzindustriezweige.
Seit dem 12. Juli 1999, nach der Einführung des Managementsystems gemäß der Norm PN-EN ISO/IEC 17025:2005, verfügt das Zentrum über ein Zertifikat des Polnischen Zentrums für Akkreditierung mit der Nummer AB 244 als Akkreditiertes Forschungslabor.
Zum 1. November 2007 wurde das OBRPPD kommerzialisiert und ist seitdem mit seinem Status einer Forschungs- und Entwicklungseinrichtung eine Einmanngesellschaft des Fiskus.